SozBlog

Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Kategorie: Soziologie

  • Kapital und Arbeit im akademischen Shareholder-Kapitalismus (Teil 1)

    Fatale Allianzen auf dem deutschen Sonderweg zur wissenschaftlichen Exzellenz Ein Gastbeitrag in zwei Teilen von Richard Münch, Bamberg   Bund und Länder werden also die Exzellenzinitiative zur Förderung der Spitzenforschung an den deutschen Universitäten fortsetzen. Die meist gebrauchte Formel der Lobpreisung dieses Programms ist die Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit der Forschung in Deutschland. Wer etwas…

  • Studentische Hilfskräfte und Mitarbeiter*innen. Feldsozialisation und studentische Arbeitskraftunternehmer*innen

    Ein Gastbeitrag von Alexander Lenger, Karlsruhe, und Christian Schneickert, Magdeburg   Fragt man nach den strukturierenden Faktoren einer akademischen Karriere kommt man nicht umher, die zentrale Bedeutung einer Anstellung als studentische Hilfskraft anzuerkennen (wir sprechen im Folgenden auch von studentischen Mitarbeiter*innen, abgekürzt StuMi, um der Heterogenität der Anstellungsverhältnisse und Tätigkeitsbereiche gerecht zu werden und den…

  • Prekäre Wissensarbeit im akademischen Kapitalismus (Teil 3)

    Strukturen, Subjektivitäten und Organisierungsansätze in Mittelbau und Fachgesellschaften Ein Beitrag in drei Teilen von Peter Ullrich, Berlin Dies ist die Fortsetzung von Teil 2 vom 13. Mai   3.2       Die Initiative „Für Gute Arbeit in der Wissenschaft“ in der Soziologie Der Ansatz der Initiative, die Soziolog*innen in unterschiedlichsten Positionen umfasst (Promovierende, Postdocs, Juniorprofs, freiberuflich…

  • Prekäre Wissensarbeit im akademischen Kapitalismus (Teil 2)

    Strukturen, Subjektivitäten und Organisierungsansätze in Mittelbau und Fachgesellschaften Ein Beitrag in drei Teilen von Peter Ullrich, Berlin Dies ist die Fortsetzung von Teil 1 vom 09. Mai.   3         Handlungshindernisse und Handlungsansätze im Mittelbau 3.1       Konfliktfähigkeit und Anspruchsniveaus – Herausforderungen in der Organisation des wissenschaftlichen Prekariats Die beschriebene Situation ist also wissenschaftsfeindlich, da sie die…

  • Prekäre Wissensarbeit im akademischen Kapitalismus (Teil 1)

    Strukturen, Subjektivitäten und Organisierungsansätze in Mittelbau und Fachgesellschaften Ein Beitrag in drei Teilen von Peter Ullrich, Berlin 1         Vom Leiden des „Nachwuchses“ Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine der großen Zeitungen oder andere Medien das Leid der akademischen Beschäftigten thematisieren. Herzzerreißende Geschichten erzählen von höchstqualifizierten Spezialist*innen im Alter zwischen 35 und 50, die…

  • Liebe Soziolog*innen,

    wir sind die Initiative „Für Gute Arbeit in der Wissenschaft“ und setzen uns für folgende Ziele ein: Die Schaffung dauerhaft guter Arbeitsbedingungen für Beschäftigte an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen Die Mobilisierung und Aktivierung der eigenen Fachgesellschaft sowie die Koordination des Mittelbaus in der DGS Eine dauerhafte und gesicherte Repräsentanz des wissenschaftlichen Mittelbaus in den Organen…

  • Teilende Wirtschaft und Gesellschaft

    Die Sharing Economy bewegt die Gesellschaft. Die Proteste französischer Taxifahrer gegen den Mitfahranbieter Uber und das verschärfte Zweckentfremdungsverbot für Berlin, das vor allem gegen Übernachtungsanbieter wie Airbnb gerichtet ist, verdeutlichen dies eindrucksvoll. Was kann eine soziologische Analyse dazu beitragen, das offenbar nicht friktionslose Verhältnis von teilender Wirtschaft und Gesellschaft besser zu verstehen?

  • Die Sehnsucht nach der perfekten Dyade

    Zum Valentinstag 2016 gab Eva Illouz in einem Essay in der Tageszeitung Haaretz den Rat, man möge doch statt der Liebesbeziehung zu huldigen lieber Freundschaften feiern. Sie argumentiert dabei folgendermaßen: Liebe – im Gegensatz zu Freundschaft – ist an ekstatische Gefühle gebunden, deren Grundlagen – seien diese (neuro-)biologisch, (neuro-)psychologisch, sozial konstruiert oder all dies gleich-…

  • Selbst(sorge) wissenschaftliche_r Mitarbeiter_innen

    Über die Wissenschaft als Beruf(ung) wurde gerade aus soziologischer Perspektive schon viel geschrieben. Nicht erst seit Max Webers berühmten Aufsatz von 1919 ist der „wilde Hazard“ (ebd.), der die wissenschaftliche Karriere dominiert, prominenter Ankerpunkt für Kritik und Reformbestrebungen. Doch dieser Blogbeitrag soll sich nicht nur dem Weg und Unwegbarkeiten in der academia widmen, sondern vielmehr…

  • Mediale Darstellungen von Vätern in Elternzeit

    Gefällt mir? – Mark Zuckerberg in Elternzeit. Kurz vor der Geburt seiner Tochter Maxima gab Mark Zuckerberg im November 2015 bekannt, dass er Elternzeit nehmen wird. Medienvertreter_innen und Facebook-Nutzer_innen griffen sowohl seine Ankündigung, als auch die Bilder, die er aus seiner Elternzeit postete, begeistert auf. Hat es nur etwas mit dem Teile-alles-mit-allen-Medium Facebook zu tun,…

  • Care und Gender aus historischer Perspektive

    Care-Arbeit wird auch heute noch überwiegend von Frauen betrieben. Im 19. Jahrhundert galt die Bereitschaft, zu pflegen und zu helfen, ganz selbstverständlich als Kompetenz, die dem weiblichen Geschlechtscharakter eingeschrieben war.

  • Mediale Darstellung von Vätern in Elternzeit

    …  am Beispiel der Dokumentation ,Hippe Papas‘ ,Neue‘, ,aktive‘ oder auch ,engagierte Väter‘, so scheint es, gibt es immer mehr – zumindest sind sie in aller Munde. Anne von Friesen spricht gar von einer „stille[n] Revolution der jungen Väter“ (2015) und der CEO von Facebook, Mark Zuckerberg, veröffentlicht Fotos mit sich und seiner im Dezember…

  • All this talk of getting old – Ein Kommentar zu Technik und Care

    Wie wird das bloß alles werden, wenn wir mal alt sind? Nicht erst seit gestern denken Forscher_innen darüber nach, wie in Zukunft das immer stärker technisierte und digitalisierte Leben hier in unseren post-industriellen, westlichen Gesellschaften aussehen könnte. Einerseits sind Entwicklungen, die unter das Buzzword Industrie 4.0 fallen, die die Arbeits- und Produktionsbedingungen deutlich zu verändern…

  • Pflegepolitik und die Frage nach gesellschaftlicher Fürsorgeverantwortung

    Angesichts vielfältiger gesellschaftlicher und politischer Transformationsprozesse werden die Fragen nach den Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und Grenzen von bezahlter und unbezahlter Pflegearbeit immer wichtiger. Im Gegensatz zu dem breit diskutierten (vermeintlichen) Wandel im Leitbild der Familienpolitik wird die Debatte um die Zuständigkeit für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen und die damit verbundenen Strukturen sozialer Ungleichheit allenfalls in Fachkreisen…

  • Entscheidungen für das Lebensende: Ein Zusammenspiel von Autonomie und Angewiesenheit. Und Geschlecht?

    Stellen Sie sich vor, Sie stoßen mit Ihrem Fahrrad beim Abbiegen auf einer Kreuzung mit einem Auto zusammen, erleiden ein Schädel-Hirn-Trauma, Halswirbel sind verletzt, Sie sind am Unfallort nicht ansprechbar. Sie werden noch an Ort und Stelle von Rettungssanitätern erfolgreich stabilisiert, in ein Krankenhaus gebracht und einer stundenlangen lebensrettenden Operation unterzogen. Schließlich versetzt man Sie…

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