Prekäre Wissensarbeit im akademischen Kapitalismus (Teil 2)

Strukturen, Subjektivitäten und Organisierungsansätze in Mittelbau und Fachgesellschaften

Ein Beitrag in drei Teilen von Peter Ullrich, Berlin

Dies ist die Fortsetzung von Teil 1 vom 09. Mai.

 

3         Handlungshindernisse und Handlungsansätze im Mittelbau

3.1       Konfliktfähigkeit und Anspruchsniveaus – Herausforderungen in der Organisation des wissenschaftlichen Prekariats

Die beschriebene Situation ist also wissenschaftsfeindlich, da sie die akademische Freiheit und die wissenschaftliche Rationalität untergräbt (Münch 2011; Demirović 2015); sie ist beschäftigtenfeindlich, weil sie inakzeptablen Flexibilisierungsdruck und hochgradig prekäre Beschäftigungsperspektiven zur Grundlage des Funktionierens der deutschen Wissenschaft macht. Und sie ist ein Problem für die Handlungsfähigkeit der betroffenen Bildungs- und Wissensarbeiter*innen und damit für den akademischen Mittelbau, das beim Organisieren dieser Interessen Berücksichtigung finden muss. Das grundlegende Problem ist die äußerst geringe Konfliktfähigkeit[1] der Beschäftigten. Sowohl ihre strukturelle Situation als auch ihre Subjektivität erschweren einen Einsatz für eine Verbesserung ihrer Situation.

Die wohl wichtigste strukturelle Bremse für den Aufbau von Gegenmacht auf Seiten der Beschäftigten ist die prekäre Mobilität. Kurzzeitverträge an stetig wechselnden Einrichtungen in Verbindung mit der häufigen Doppelbelastung von Job und eigener Qualifikationsarbeit erschweren effektiv die Mitarbeit in Gremien der akademischen Selbstverwaltung, Mittelbauinitiativen oder Betriebsräten. Diejenigen, die sich doch engagieren, sind auch durch ihr geringeres symbolisches Kapital in den entsprechenden Einrichtungen benachteiligt: Kurzzeitaufenthalte implizieren starke Wissensasymmetrien zuungunsten der Prekär-Mobilen und schwächer ausgeprägte Beziehungsnetzwerke. Die Strukturfaktoren stabilisieren zudem Abhängigkeiten, insbesondere von den mächtigen Lehrstuhlinhaber*innen und anderen Vorgesetzten, die nicht nur über Beschäftigungsmöglichkeiten, sondern häufig auch über Qualifikationsarbeiten befinden. Selbst gute und kollegiale Beziehungen an Instituten sind, wo gegeben, zumindest ambivalent, da sie konfliktive Auseinandersetzungen (Streik usw.) erschweren.

Dies verbindet sich mit ‚passenden‘ Subjektivitäten, die teilweise noch stark von der illusio innerer akademischer Freiheit und dem merkwürdig „interesselosen Interesse“ (Bourdieu 1998, 27), mithin dem Ideal von Wissenschaft als ‚Berufung‘ oder ‚innerem Beruf‘ geprägt sind, welcher im „wilden Hazard“ des Gelehrtendaseins unendliche Hingabe zur Sache ebenso fordert wie hohe Leidensfähigkeit hinsichtlich ihrer materiellen Bedingungen (Weber 2002, 481, 477). Die hohe intrinsische Motivation, eine erfüllende und sinnvolle Tätigkeit auszuüben, wird durch die Vielzahl von Ausschreibungen von Stipendien, Kollegs, Förderprogrammen und Preisen immer wieder in die Illusion transformiert, dass sie gleichzeitig einen Karriereweg darstellt. Diese vage Aussicht sowie der Arbeit und Leben völlig entgrenzende Lebensstil, der zu ihrer Realisierung vonnöten ist, zugleich aber durchaus hohe Freiheitsgewinne beinhaltet, lassen die Wissenschaftler*innen einiges ertragen. Sie laufen, so Neis (2009) wie der Esel vor dem Wagen „immer der Karotte nach“. Auch das große Ziel der Akkumulation relativer Reputation fördert eher Individualisierungstendenzen. Der organisierte Einspruch, gemessen am gewerkschaftlichen Organisierungsgrad, ist entsprechend gering. Und vor allem: die Freude über jede Verlängerung, jeden Anschluss und jede Übergangsfinanzierung erscheint angesichts der allgemeinen Lage als jeweils so rosige Option, dass sie begeistert auf- bzw. hingenommen wird. Auch unbezahlte Lehraufträge sind keine Seltenheit. Egal ob Wissenschaftler*innen auf fatalistische Hinnahme, auf Exit oder auf Ellenbogenkarrierismus setzen (vgl. Rogge 2015, 696 ff.) – nichts davon stärkt die kollektive Handlungs- und Konfliktfähigkeit, ebenso wenig wie die personalisierten Abhängigkeiten angesichts der Persistenz feudaler Patronageelemente.

Die strukturelle Position des Mittelbaus im ‚akademischen neofeudalen Kapitalismus‘ und seine (begrenzte) Handlungsmacht bedingen sich also gegenseitig. Eine zentrale Aufgabe im Organizing und der Interessensvertretung für prekäre Bildungsarbeiter*innen besteht also in der Stärkung der Handlungsfähigkeit, auch hier wiederum auf struktureller und subjektiver Ebene. Insbesondere die Bereitschaft auszuhalten, also das geringe Anspruchsniveau der wissenschaftlichen Beschäftigten, ist eine Herausforderung. Zugleich steht man vor dem eingangs erwähnten Problem, dass es ja nicht an grundlegender öffentlicher Zustimmung zu dieser Problemdiagnose mangelt, sondern vor allem an Machthebeln, die entsprechende Änderungen umsetzbar erscheinen lassen.

Eine entscheidende Entwicklung der jüngeren Vergangenheit ist, dass sich trotz der ungünstigen Voraussetzungen an verschiedenen Hochschulen neue Mittelbauinitiativen gegründet haben. Diese arbeiten v.a. standortbezogen auf Mindeststandards für Beschäftigung hin, was an verschiedenen Universitäten Prozesse zur Einführung von Selbstverpflichtungen zur Folge hatte.[2] Zugleich ermöglichen sie über Erfahrungsaustausch, Solidarisierung, Diskussion und Aktion die Herausbildung einer gemeinsamen Mittelbau-Identität, eine wichtige symbolische Voraussetzung für die Gewinnung von Konfliktmacht. Die verschiedenen Initiativen sind bisher aber – auch dies strukturbedingt – über die jeweiligen Hochschulen hinaus kaum vernetzt. Ein anderer Ansatz, wenn man so will, ein anderer kleiner Machthebel wird derzeit von Initiativen innerhalb der wissenschaftlichen Fachgesellschaften vorangetrieben. Die Fachgesellschaften unterscheiden sich sehr stark in der Frage, ob und wie sie Fragen von Beschäftigung thematisieren und den Mittelbau repräsentieren. Manche Fachgesellschaften folgen noch sehr stark einem elitären Honoratior(*inn)enideal. Sie nehmen Mitglieder nur mit Nachweis einschlägiger fachlicher Aktivitäten und ausschließlich auf Empfehlung der bisherigen Mitglieder auf.[3] Andere haben sich für jüngere Kolleg*innen und sogar Studierende geöffnet, die Mitglieder werden oder sogar Ämter übernehmen können.[4] Eine Initiative von Soziolog*innen innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) hat einige Aufmerksamkeit und Wirkungen in ihrem Fach und darüber hinaus entfaltet. Auf deren Ansatz, Erfolge und Probleme, welche die eingangs beschriebene Situation widerspiegeln, soll nun im Einzelnen eingegangen werden.

 

Die Fortsetzung folgt an gleicher Stelle am 17. Mai.

Vorschläge für Hashtags zum Weiterdiskutieren auf Twitter und Facebook: #SozBlog #GuteArbeit #GAidW #PrekäreWissenschaft

 

Peter Ullrich, Dr. phil. Dr. rer. med., Soziologe/Kulturwissenschaftler, ist Ko-Leiter des Bereichs „Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte“ am Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Protest- und Bewegungsforschung, Antisemitismusforschung, Polizeiforschung und Surveillance Studies. Er engagiert sich u.a. in der Initiative „Für Gute Arbeit in der Wissenschaft“. Web: http://textrecycling.wordpress.com, Kontakt: ullrich@ztg.tu-berlin.de

 

[1]

Unter Konfliktfähigkeit wird hier keine psychische Konstitution oder Charaktereigenschaft verstanden, sondern die tatsächliche Chance, in Auseinandersetzungen eigne Forderungen mit Nachdruck zu versehen, insbesondere durch die Möglichkeit Interessen anderer wirksam zu tangieren (beispielsweise durch Streik).

[2]

Selbstverständlich bleibt eine Selbstverpflichtung unterhalb dessen, was an Verbindlichkeit möglich ist. Aber als transformatorischer Schritt sind Selbstverpflichtungen von Relevanz, wenn sie nicht als bloße ‚Beruhigungspillen‘ fungieren, also Veränderungsprozesse nicht zum Erliegen bringen.

[3]

So die Deutsche Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK).

[4]

So gibt es im erweiterten Vorstand (Beirat) der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft immer „Nachwuchsvertreter*innen“. Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie hat sogar zwei studentische Vorstandmitglieder. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hat zwar studentische Mitglieder und außer dem Mitgliedsbeitrag keine formellen Zugangsbarrieren, allerdings bisher ausscdhließlich professoral besetzte Gremien (Vorstand und Konzil).

 

Literatur (Teil 2)

Bourdieu, Pierre. 1998. Vom Gebrauch der Wissenschaft. Für eine klinische Soziologie des wissenschaftlichen Feldes. Herausgegeben von Stephan Egger. Édition discours 12. Konstanz: UVK, Univ.-Verl.

Demirović, Alex. 2015. Wissenschaft oder Dummheit? Über die Zerstörung der Rationalität in den Bildungsinstitutionen. Hamburg: VSA-Verlag.

Münch, Richard. 2011. Akademischer Kapitalismus. Zur politischen Ökonomie der Hochschulreform. Edition Suhrkamp 2633. Berlin: Suhrkamp.

Neis, Matthias. 2009. „Immer der Karotte nach. Ist die Wissenschaft eine prekäre Profession?“ Zeitschrift für Nachwuchswissenschaftler – German Journal for Young Researchers, Nr. 1: 84–89.

Rogge, Jan-Christoph. 2015. „The winner takes it all? Die Zukunftsperspektiven des wissenschaftlichen Mittelbaus auf dem akademischen Quasi-Markt“. KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 67 (4): 685–707.

Weber, Max. 2002. „Wissenschaft als Beruf“. In Schriften 1894 – 1922, herausgegeben von Dirk Käsler, 474–511. Kröners Taschenausgabe 233. Stuttgart: Kröner.

 

Autor:

Im Sommer 2014 haben sich Soziologinnen und Soziologen zusammengefunden, um sich für “Gute Arbeit in der Wissenschaft” zu engagieren. Es entstand ein Offener Brief an die DGS, in dem die Fachgesellschaft aufgefordert wurde, sich mit den Beschäftigungsbedingungen im eigenen Fach auseinander- und für gewisse Mindeststandards guter Arbeit einzusetzen sowie diese in ihren Ethikkodex aufzunehmen. Ein weiteres zentrales Anliegen der Initiative ist es, die Mitbestimmung des Mittelbaus in den Gremien der DGS zu stärken. Die Anliegen der Initiative werden derzeit in der DGS verhandelt, im Rahmen des nächsten DGS-Kongresses organisiert die Initiative die erste Mittelbauversammlung der DGS. Website der Initiative

5 Gedanken zu „Prekäre Wissensarbeit im akademischen Kapitalismus (Teil 2)“

  1. Vielen Dank für den spannenden Beitrag.

    Als Gedankenanstoß und Provokation: Könnte es sein, dass es im Bereich „Wissensarbeit“ ein gesellschaftliches Überangebot gibt?

    Um das etwas prägnanter herauszuarbeiten, schreibe ich den 1. Absatz des 1. Teils mal ein klein wenig um:

    == Umgeschrieben ==
    Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine der großen Zeitungen oder andere Medien das Leid der Urlauber thematisieren. Herzzerreißende Geschichten erzählen von höchstentspannten Urlauber*innen im Alter zwischen 35 und 50, die sich mit Kettenverträgen und Teilzeitstellen kürzester Laufzeit herumschlagen oder in der Blüte ihres Urlaubslebens gezwungen sind, aus der Urlauberei auszusteigen und – eigentlich viel zu spät – mit einem Brotberuf zu beginnen. Sie erzählen vom ewig aufgeschobenen Kinderwunsch, der sich mit der völlig unsicheren Einkommenssituation und der geforderten Mobilität schlecht verträgt, von unbezahlter Arbeit, von Stress, kurz: von hochgradig prekären Urlaubssverhältnissen. Und doch erzählen sie zugleich von nicht enden wollendem Engagement und grenzenloser Begeisterung der ‚Urlauber*innen‘, die mit Leib und Seele ihr Leben lang nur Urlaub machen wollen.
    == ENDE ==

    Oder anders gefragt: Leben wir wirklich in einer Wissensgesellschaft mit hoher Nachfrage an Wissen? Ist es nicht eher so, dass wir in einer Produktgesellschaft leben, in der so viel Wissen bereits in Produkte kondensiert ist, dass es eigentlich nicht mehr sehr viel von diesem Wissen braucht – allenfalls noch die Fähigkeit, Produkte zu fertigen, wozu aber eben nur wenig Wissenkompetenzen gehören, sondern Anwendungs- und Sozialkompetenzen – also exakt jene Kompetenzen, deren Fehlen dem akademischen Wissensarbeiter oft vorgeworfen wird; vgl. auch die Versuche der Bologna-Reform, Absolventen mit Berufsfähigkeit und Kompetenzen statt mit Wissenschaftsfähigkeit auszustatten.

    Extremer gesagt: Nachdenken und Wissen-Schaffen ist angenehm romantische Träumerei. Die Gesellschaft aber braucht das nicht. Vielleicht nicht, weil sie es wirklich nicht braucht, sondern vielleicht, weil wir verabsäumt haben, ihr klar zu machen, dass sie das eben doch braucht. Weil wir eben lieber von wissenschaftlicher Korrektheit träumen statt echte gesellschaftliche Probleme zu lösen.

  2. Liebe*r Kri Ti Ker,

    danke für den Kommentar. Du triffst einen guten Punkt. Möglicherweise ist es wirklich schwer vorstellbar, dass all diejenigen, die heute in der Wissenschaft anfangen, auch eine sichere und langfristige berufliche Perspektive haben sollen/können. Ich gestehe sofort zu, dass es da natürlich etwas (!) Konkurrenz braucht. Es gibt aber sehr gewichtige Gegenargumente:

    – das mglw. etwas zu große Angebot an Arbeitskraft wird ja vom fast einzigen Abnehmer (dem Staat) selbst geschaffen (das ist die im ersten teil erwähne Quasi-Markt-Problematik). Es ist also eine völlig inszenierte Extremkonkurrenz, die einen hohen Ausbeutungsgrad ermöglicht und dabei immer wieder Leute mit wohlklingenden Versprechungen (Graduiertenschulen, Post-Doc-Stipendien usw.) ins System hinein zieht.

    – und: die Hochschulen sind massiv strukturell unterfinanziert. Viel Lehre wird unentgeltlich geleistet; die Betreuungsrelationen sind tw. miserabel. Es fehlen also richtig viele Stellen. Es geht dabei um tausende Professuren und wohl ähnlich viele im Mittelbau (bei gegebenen Institutsstrukturen).

    Man könnte sich auch noch über den Sinn von nicht zielgerichteter Wissensproduktion zu Reflexion/Kritik usw. unterhalten. Aber heute ist Feiertag. Also ersteinmal genug entgrenzt.

    Beste Grüße, P. Ullrich

    1. Lieber Peter Ulrich,

      ich stimme zu: Die Hochschulen sind massiv unterfinanziert und die negativen Folgen eines Abbaus im Bildungsbereich werden wir als Rechnung noch präsentiert bekommen. Im letzten Absatz stimme ich ebenso zu. Erst wenn Reflexion nicht zielgerichtet ist, kann sie wirklich zu Wissensproduktion führen.

      Wenn wir uns dann aber jene Zeiten ansehen, in denen (zumindest in den Fachbereichen, die ich besser kenne) die „größten“ wissenschaftlichen Leistungen erzielt wurden, dann waren das Zeiten, in denen die heutigen Probleme eher als Luxus empfunden wurden. Da stand man nicht wegen Anschlußfinanzierung unter Druck…doch die innere Notwendigkeit, forschen zu müssen aus Drang zur Erkenntnis hat vielen trotzdem Kraft gegeben. Diese hier zugegebenermassen etwas romantisch überzeichnete Wissenschaftsmotivation fehlt mir in der heutigen Generation aber fast völlig. Daher erlaube ich mir, was Deinen 1. Absatz betrifft, argumentativ etwas „nachzulegen“, denn *da* stimme ich nicht ganz zu. Erlaube mir eine kleine Zuspitzung, damit das Argument besser trifft.

      Es gelingt dem Staat also mit den Hochglanzprospekten der Graduiertenschulen und Post-Doc-Stipendien die -angebliche- geistige Elite über den Tisch zu ziehen?? Dann hat aber die Universität in der Vermittlung kritischer Denkfähigkeit auf voller Linie versagt! Ein Wissenschaftler, der der berühmten Karotte nachläuft, ist kein Wissenschaftler und bringt die Grundvoraussetzungen für seinen Erfolg nicht mit. Er gleicht eher Pawlows Hund. Der Mechanismus funktioniert allerdings auf höheren Ebenen als dem Mittelbau auch ganz prächtig.

      In der Kritik am Status Quo bin ich aber ganz bei Dir. Nur nicht bei den Gründen.

      1. Was, lieber Kritiker, daran liegen könnte, dass hier (m.E. unangemessen) zwischen den inhaltlichen und den Lohnarbeitsaspekten unterschieden wird. Ich denke, und das zeigen auch die entsprechenden Untersuchungen, bspw. von Neis, dass gerade das inhaltliche Brennen für die Sache (was wiederum sicherlich nicht alle betrifft, aber doch eine großen Teil, der überzeugt ist, Sinnvolles zu tun) die Voraussetzung dafür darstellt, den Aspekt der Lohnarbeit beiseitezuschieben, ja mglw. richtiggehend zu verdrängen. Denn zur illusio der Wissenschaft gehört nur der Inhalt (das Erkenntnisstreben) und die verschiedenen Feldpraxen SOWIE das relative Schweigen über die lohnarbeiterische Form. Die Wissenschaft fördert also richtiggehend, sich der Sinnseite hinzugeben, anstatt sich über Kohle Gedanken zu machen.
        Beste Grüße, Peter Ullrich – mit zwei „l“ ;-)

Kommentare sind geschlossen.