SozBlog

Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Kategorie: Soziologie

  • Künftige Energie: Notizen zur Weltausstellung in Mittelasien

    Energie ist entscheidend für Wohlstand auf einem endlichen Planeten. Wie dieser aussehen wird, hängt von einer Reihe wichtiger Fragen ab. Welche Arten von Energie stehen globalen Bedürfnissen zur Verfügung? Inwieweit können diese sicher genutzt werden? Wie können dabei Klimawandel und Umweltzerstörung vermieden oder gemindert werden? Wie werden Nutzen und Risiken verteilt? Angesichts solch dringender Fragen…

  • Verschwunden, nicht gestorben. Warum sich die Raumsoziologie (trotzdem) wieder mit dem Dorf beschäftigen sollte

    Mediale Evidenz: Verlorenes Land und sterbendes Dorf Sie ist zurück, die tradierte kulturelle Dichotomie von Stadt und Land, genauer: von Land als Gegensatz zu Stadt – und vielleicht war sie nie verschwunden. In regelmäßiger Folge werden medial starke, meist negative Bilder von ländlichen Regionen gezeichnet, die sich vor allem auf deren prominenteste Siedlungsform beziehen: Vom…

  • Armut auf dem Lande. Ein Thema für Forschung und Politik auch in Deutschland?

    Das Thema Armut in ländlichen Räumen ist in Deutschland weder in der sich seit den 1980er Jahren entwickelnden Armutsforschung sonderlich prominent, noch hat sich die Landsoziologie in der letzten Zeit näher mit dem Thema befasst. Auch im politischen Raum wird dem Thema hier wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Ich bin aber der Überzeugung, dass es gute Gründe…

  • Rurbanität am Beispiel des urbanen Gartenbaus in Bamberg

    Zur Diskussion um Rurbanität Vor 15 Jahren wies Jean-Didier Urbain darauf hin, dass dem Prozess der Urbanisierung im globalen Norden ein zweiter, entgegenlaufender Prozess zur Seite zu stellen sei (vgl. Urbain 2002). Dieser Prozess verweist auf die Ausbreitung ruraler Lebensweisen und Lebensstile in Städte und bringt dort neue Verhältnisse der Mischung aus Städtischem und Ländlichem…

  • Nische und Mainstream

    Es gibt Menschen in unserer Gesellschaft, für die Ernährung und Landwirtschaft ein wichtiges Thema ist. Das geht nicht nur so weit, dass diese es bereits als eine politische Handlung auffassen, sich anders zu ernähren wie zum Beispiel vegan oder rohköstlich. Auch wird dem gesamten globalen Ernährungssystem (auch Agri-food-System genannt) diagnostiziert, sich in einer Krise zu…

  • Globale Ernährungsregime

    Soweit man zurückdenken kann, wurden Lebensmittel und andere agrarische Rohstoffe (z.B. Baumwolle, Kautschuk) interregional und international gehandelt. Bereits mit dem Kolonialismus ist das Ernährungssystem globalisiert. Die berühmten Kolonialwaren wie Kaffee, Tee, Kakao oder Zucker werden heute nicht nur als selbstverständliche Bestandteile globaler Ernährungskulturen wahrgenommen, sondern ihr Konsum wird sogar als charakteristisch für die sich im…

  • Integrative Perspektiven der Land-, Agrar- und Ernährungssoziologie

    Jana Rückert-John und Lutz Laschewski Ernährung ist das bislang jüngste soziologische Thema, welches in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Form einer eigenen Sektion institutionalisiert wurde. Erstaunlich ist dieser Umstand, weil Ernährung in der soziologischen Forschung eine lange Tradition hat. Jedoch sprachen wohl ihre Alltäglichkeit und die vielfältigen Verknüpfungen der Ernährung zu schon etablierten Themen…

  • Wer erbringt hier die Leistung? Oder: Darf ein/e Autor/in von Qualifikationsarbeiten die Ergebnisse von gemeinsamen Daten-Interpretationen nutzen?

    Daten in einer ‚Interpretationsgruppe’ gemeinsam auszulegen, das ist in Deutschland eine mittlerweile weit verbreitete Praktik innerhalb der qualitativen bzw. interpretativen Sozialforschung. Das Ziel dieser Interpretationsgruppen ist es, belastbares Wissen über das Handeln und die alltäglichen Praktiken von Menschen, über deren Werte, Normen und Kultur, über deren Typisierungen und den Prozess des Typisierens, kurz: über deren…

  • Trojanische Soziologie – ‚sich der Öffentlichkeit unterjubeln‘

    Eigentlich hätten wir der Welt so viel zu sagen, doch die Soziologie ‚fremdelt‘ in der Öffentlichkeit. Als Ursache für das Problem wurde die Lücke zwischen professioneller Forschung und öffentlicher Kommunikation ausgemacht – unter dem Schlagwort ‚Public Sociology‘ wird an der Rückeroberung des Publikums gearbeitet. Dabei scheint man sich heutzutage vom Begriff der Intellektuellen eher abzugrenzen…

  • ‚Make sociology great again‘? Vom Fremdeln mit dem SozBlog

    Der Ruf nach einer öffentlichen Soziologie ist sicherlich nichts Neues, gewinnt aber angesichts der Debatten um die ‚Krise Europas‘ und den ‚Populismus‘ wieder an Relevanz. Die meisten SoziologInnen stehen dem ‚Projekt‘ öffentliche Soziologie wohlwollend gegenüber, zielt es doch auf eine Aufwertung der Disziplin in Sachen Sichtbarkeit und ‚social impact‘. Womöglich versprechen wir uns davon sogar…

  • Werteunterricht ohne Gesellschaftsanalyse?! – Mehr Soziologie wagen.

    Die marginale Rolle der Soziologie in den wertekundlichen Fächern entspricht nicht dem Potenzial dieser Disziplin! In Ergänzung zu den vorangegangenen Beiträgen zur soziologischen Perspektive in den sozialkundlichen und bildungswissenschaftlichen Fächern möchte ich an dieser Stelle gerne anregen, dass sich die Soziologie stärker in wertekundlichen Unterrichtsfächern einbringt. Wertekundliche Fächer sind die je nach Bundesland unterschiedlich benannten…

  • Fack ju, Sohziologie!? Eine Bemerkung zum Verhältnis von Schule und Soziologie

    Die Ökonomisierung des Sozialen ist eine vielfach konstatierte und diskutierte, hier und da auch heftig beklagte Tatsache: Wirtschaftliche Paradigmen, Leitcodes, Werte durchdringen die anderen gesellschaftlichen Teilsysteme oder Bereiche und zwingen sie unter die Knute von Profit und Effizienz. Seit etlichen Jahren gibt es entsprechende Veränderungen der schulischen Lehrpläne, der Schulbuchinhalte und der Lehramtsausbildungen. Weil die…

  • Soziologie im Lehramtsstudium: vom Nutzen einer Bildungswissenschaft

    Der Begriff nimmt es schon vorweg: Soziologie im Lehramtsstudium muss sich mit Bildung auseinandersetzen und zwar nicht in dem Sinn, dass alles soziologische Wissen Bildung sei und damit immer irgendwie mit Schule zusammenhänge. Vielmehr muss im Zentrum der Soziologie für Lehramtsstudierende das Feld des Berufes der Lehrerin, des Lehrers stehen – also: die Schule. Damit…

  • Ökonomische Aufklärung durch soziologische Bildung

    Wer von Gesellschaft nichts versteht, der bleibt ein ökonomischer Analphabet oder kommt doch über ökonomische Halbbildung nicht hinaus. Wer keine soziologischen Zugänge zu Wirtschaft kennt, dem fehlt wesentliches Wissen über Wirtschaft und sein Verstehen wirtschaftlicher Phänomene bleibt unterkomplex. Wer die Schule verlässt, ohne einige basale soziologische Denkweisen gelernt zu haben, dessen Orientierungskompetenz in Sachen Geld,…

  • The women’s march is (and isn’t) feminist

    Neulich war ich eingeladen, mit Ihnen einige Gedanken über der Stand der US-Politik aus soziologisch-feministischen Sicht mitzuteilen. I’ve decided that I am less likely to mislead if I pick my words carefully in English rather than venture off in my sometimes miserable German. Aber es wird mich sehr freuen, wenn Sie etwas dazu zu schreiben…

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