Auf unbestimmte Zeit geschlossen. Stimmungsbilder aus dem Kiez

Seit fünf Tagen gelten bundesweit neue Maßnahmen im Umgang mit dem Corona-Virus. Statt eine Ausgangssperre zu verhängen, haben sich Bund und Länder am Sonntag auf ein erweitertes Kontaktverbot verständigt. Geltungsdauer: mindestens zwei Wochen. Seither ist es nur noch erlaubt alleine bzw. höchstens mit einer Person (außerhalb der Familie) nach draußen zu gehen. #StayAtHome ist und … „Auf unbestimmte Zeit geschlossen. Stimmungsbilder aus dem Kiez“ weiterlesen

Ein Kampf um Gesellschaft(sbilder). Teil III einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns.

Philipp Rhein [Diesen dritten Teil der Serie von Blogbeiträgen hat Philipp Rhein verfasst, mit dem ich das Buch intensiv diskutiert habe. Philipp Rhein ist Doktorand der Soziologie an der Universität Tübingen und Ko-Autor des Buches Die Wissenschaftssoziologie Pierre Bourdieus (Springer 2018). Teil I der Serie, in dem Koppetschs Position im Kontext skizziert wird, findet sich … „Ein Kampf um Gesellschaft(sbilder). Teil III einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns.“ weiterlesen

Männer*[1], Männlichkeiten, Gesundheit und Care

Frank Luck   Wann ist Mann* ein Mann*? Was haben Männer*, Vorstellungen zu Männlichkeiten und Gesundheit sowie Care miteinander zu tun? Im folgenden Beitrag[2] möchte ich versuchen, einzelne Aspekte aus eigener Forschung mit Männern* im mittleren Lebensalter zwischen 30 und 60 Jahren an der Schnittstelle von Geschlecht, Gesundheitshandeln und Care zu skizzieren, zu reflektieren und … „Männer*[1], Männlichkeiten, Gesundheit und Care“ weiterlesen

Der schmale Grat zwischen Schutz, Selbstbestimmung und In-Dienstnahme

Eva Fleischer Mit Beginn der ersten politischen Regulierungen im Rahmen der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 wurden von vielen Regierungen alle Personen jenseits der 65 unabhängig von ihrem persönlichen gesundheitlichen Zustand und ihrer körperlichen Fitness pauschal als „Risikogruppe“ kategorisiert. Diese Kategorisierung, die noch weitreichenderen Empfehlungen medizinischer Fachinstitutionen wie der WHO oder des RKI (Robert-Koch-Institut) folgte, zog … „Der schmale Grat zwischen Schutz, Selbstbestimmung und In-Dienstnahme“ weiterlesen

Die dunkle Seite von Care – Care und Gewalt

Margrit Brückner Care und die Welt der Gefühle Care bzw. Sorgen ist gesellschaftlich mehr denn je notwendig – wie uns die Corona Pandemie deutlich vor Augen führt. Allerdings verbirgt sich hinter Sorgen bisher eine geschlechtlich aufgeladene, wenig beachtete und schlecht bezahlte Arbeit von Frauen. Diese Arbeit wird sowohl in privaten Haushalten als auch im öffentlichen … „Die dunkle Seite von Care – Care und Gewalt“ weiterlesen

The Presentation of Self in Digital Life

von Michael Wetzels Es scheint sich wieder einmal, wenn auf die Ereignisse diesen Jahres geblickt wird, die Aktualität von Erving Goffmans berühmter Frage „What is it that‘s going on here?“[i] zu bestätigen. Allerdings hätte auch er nicht die beinahe schwindelerregende Dynamik vorausgesehen, welche eine ‚Gesellschaft unter Spannung‘ auszeichnet. Denn nicht nur die „Weltgesellschaft“[ii], sondern auch die … „The Presentation of Self in Digital Life“ weiterlesen

SFB1265 goes DGS

von Nina Meier Die um sich greifende Verbreitung digitaler Technologien, sowie weltweite Prozesse der Entgrenzung, die gemeinhin mit dem Begriff der Globalisierung bezeichnet werden, aber auch Praktiken der Begrenzung – von Fabian Gülzau in seinem Vortrag einprägsam als „Mauerbaufieber“ betitelt – verändern die Art und Weise, wie Menschen Räume erfahren, aber auch die Art und … „SFB1265 goes DGS“ weiterlesen

Wie in diesem ersten virtuellen DGS Kongress „Berlin“ auftaucht

von Isabell Stamm Heute beginnt der 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie – und wie so viele Veranstaltungen im Jahr 2020 findet auch dieser digital statt und nicht wie ursprünglich geplant an der TU Berlin. Heute wären also Forschende, Lehrende, Studierende und soziologisch Interessierte über den Ernst-Reuter-Platz entlang der Straße des 17. Juni Kongress-Anmeldestelle … „Wie in diesem ersten virtuellen DGS Kongress „Berlin“ auftaucht“ weiterlesen

Medienkonflikte der Wissenschaft: Zur Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Corona (Teil 1)

Die Corona-Pandemie wird nicht nur als Paradefall für Wissenschaftskommunikation gehandelt, sondern sie gibt auch einen besonders interessanten Fall für die empirische Wissenschaftskommunikationsforschung ab [i] . Selten waren Wissenschaftlerinnen derart präsent in den Medien wie in der aktuellen Krisensituation. Besonders der Podcast von NDR-Info „Das Coranavirus-Update mit Christian Drosten“ hat sich zum Publikumsmagneten entwickelt. Gestartet Ende Februar … „Medienkonflikte der Wissenschaft: Zur Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Corona (Teil 1)“ weiterlesen

Ausgangssperre – hin oder her?

Es ist Samstag. Die Corona-Krise bestimmt immer stärker unser tägliches Leben. Seit meinem letzten Blogpost vor fünf Tagen hat sich die Zahl der Infizierten hierzulande von 5.813 auf 20.705, die Zahl der am Corona-Virus Verstorbenen von 13 auf 72 erhöht. Eine dramatische Entwicklung der Fallzahlen war vorherzusehen. Anfang letzter Woche wurden deshalb seitens der Bundesregierung … „Ausgangssperre – hin oder her?“ weiterlesen

Sechs Projektanträge, die gestellt werden müssten. Teil VI einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns

Cornelia Koppetschs in Gesellschaft des Zorns formulierte Analyse steht (zumindest im Groben) nicht in Widerspruch zu den bekannten empirischen Daten. Jedoch ist es andersherum keinesfalls so, dass das verfügbaren empirische Material tatsächlich hinreichte, um ihre Analyse in Gänze zu stützen. Basierend auf verhältnismäßig wenigen Datenpunkten zeichnet Koppetsch ein Bild, das in erheblichen Teilen auf Extrapolationen … „Sechs Projektanträge, die gestellt werden müssten. Teil VI einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns“ weiterlesen

Was heißt „die Wähler_innen der Rechten ernst nehmen“? Teil V einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns

Bisher habe ich vor allem zwei verwandte Aspekte problematisiert, die für Koppetschs Erklärung rechtspopulistischer Mobilisierungserfolge zentral sind: zum einen ihre Darstellung kosmopolitischer Milieus (Teil II), zum anderen ihre These einer liberal-kosmopolitischen Hegemonie (Teil IV). In diesem fünften Teil gehe ich nun auf einen Aspekt ein, der im Buch gerade durch seine Abwesenheit auffällt, nämlich den … „Was heißt „die Wähler_innen der Rechten ernst nehmen“? Teil V einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns“ weiterlesen

Hegemonie? Welche Hegemonie? Teil IV einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns

In den ersten drei Teilen dieser Kritik ging es vor allem um Koppetschs Modellierung der sozialstrukturellen Transformationen, die sie als Grundlage für die rechtspopulistischen Mobilisierungserfolge der letzten Jahre ausmacht. Diese Modellierung erwies sich in Teilen als überzeugend und innovativ, in anderen aber als fragwürdig – insbesondere in Bezug auf die Darstellung der „Kosmopolit_innen“ als soziale … „Hegemonie? Welche Hegemonie? Teil IV einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns“ weiterlesen

Der Kosmopolitismus als Bösewicht. Teil II einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns

Zwei Bösewichte und kein_e Held_in In Gesellschaft des Zorns erzählt Cornelia Koppetsch eine Geschichte, in der es keine Held_innen, aber gleich zwei Bösewichte gibt. Freilich verbietet es die soziologische Etikette, explizit in Begriffen von Gut und Böse zu sprechen. Aber außerhalb von Kindermärchen bedarf es dieser Worte auch gar nicht, um die moralische Wertung kenntlich … „Der Kosmopolitismus als Bösewicht. Teil II einer Kritik an Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns“ weiterlesen

Alter Wein in anregender Mischung: Cornelia Koppetschs „Gesellschaft des Zorns“ im Kontext

Cornelia Koppetschs Gesellschaft des Zorns ist ein anregendes Buch. Dies wurde quer durch die deutschen Feuilletons festgehalten – und es wurde zu Recht festgehalten. Anregend ist das Buch aber nicht, weil die darin gegebenen Antworten durchwegs überzeugen könnten, sondern weil es zahlreiche Fragen aufwirft und zum Widerspruch herausfordert. In einer Serie von Blogbeiträgen (vermutlich vier … „Alter Wein in anregender Mischung: Cornelia Koppetschs „Gesellschaft des Zorns“ im Kontext“ weiterlesen